19
Apr 14

Wenn die Ohren am Genuß teilhaben

Der ein oder andere mag es bemerkt haben, ich bin ein großer Fan von Radioreportagen, Radiosendungen und noch mehr dem Nachhören der mich interessierenden Episoden via Podcast.

Seit dem ich fröhlicher Besitzer enies Internet-DAB-FM-Radios bin, höre ich häufiger ins laufende Programm verschiedenster Sender hinein und entdecke dabei die ein oder andere Perle. “Gans und gar” (iTunes, RSS) ist eine solche Perle.

In etwas mehr als zwanzig Minuten widmen sich Thomas Hackenberg und Helmut Gote jeden Samstag um 19:05 Uhr  einem kulinarischen Thema – heute passend zu Ostern den Eiern.

Das Besondere: Neben Anektdoten und Wissenswertem wird verköstigt. Bekanntes und Neues wird probiert und mit Humor und Liebe zum Detail dem Hörer beschrieben. Die beiden Protagonisten schüren mit ihrer Art zumindest bei mir Lust auf mehr. Eine Inspiration, dem Essen – besonders den Details – Aufmerksamkeit zu schenken, zu genießen, bewusster zu konsumieren.

Dabei ist Dazulernen und leckere neue Rezepte Erfahren nicht ausgeschlossen ;).

 


07
Apr 14

Feed-induzierte Verknüpfungen

Eigentlich schlafen wollen – und dann ist da dieses Buch auf dem Nachtisch – und es schreit “Lies weiter!”. Ganz vernünftig habe ich es liegen lassend und doch, die Gedanken verselbstständigten sich und woben Verbindungen. Hier eine Verknüpfung, dort eine Erinnerung an eine Diskussion, die nicht passender hätte sein können.

Der vergangene Grund des Weiterlesen-Wollens war M.T. Andersons “Feed“. Eine Satire, eine Dystopie, eine Liebesgeschichte, Coming-of-Age Story in einer Welt, in der es scheinbar nichts anderes gibt als Konsum… Sehr gut getroffen hat es auch ein Freund: Hat was von Idiocracy und so könnte man sich ein von dummschwätzenden Surferkids – “Dude!” – genervter William Gibson unter Pseudonym veröffentlichtes Werk vorstellen.

2014-04-07

Andersons Zukunftssprache ist für mich gefühlt einfacher zu lesen als jene in David Mitchells “Cloud Atlas“. Die Lektüre letzteren Buches kann ich all jenen, die Freude an Facetten der englischen Sprache haben übrigens sehr ans Herz legen ;).

Zu “Feed” und der Sprache, dem Gesellschaftsbild, der Kritik, die das Buch in sich trägt. Der Querverweis zu H.G.Wells großartigem Werk “The Time Machine“, für mich ist es ein weiteres wundervolles Werk, um darüber zu diskutieren, es in Beziehung zu setzen zu anderen Dystopien (Entdeckt habe ich es übringes bei der Semesterliteratur der Bonner Anglisten bei Witsch + Behrendt Bonn / @unibuchwitsch, scheinen also auch andere für die Diskussion zu nutzen ;) ).

Authentischerweise fließt im Text immer wieder mehr oder weniger verständlicher Konsumterror ein. Da zu lange Aufmerksamkeitsspannen ja heutzutage nicht mehr en vogue sind, bringen diese doch eine gewisse Erleichterung in den Lesefluss. ;) Hatten wir gerade noch am Sonntag beim leckeren Brunch: die Aufbereitung von Information à la LeFloid oder “Schrödinger lernt …” – um noch anspruchsvollere Beispiele zu nennen – “Serien” oder “Wissensformate”, deren Sinn nichts anderes ist, als die Konsumlust der Eingefangenen in die richtigen Bahnen zu leiten.

Die heutigen Ansätze großer Firmen, uns ausgewählt nur die Dinge zu zeigen, die “uns interessieren”. Passend dazu heute auf dem Medienpädagogik Blog erschienen: “Wie Facebook Informationen filtert“. Ich werde ebenso nicht müde auf Eli Parisers TED-Talk the “Filter Bubble” hinzuweisen. Sehen, darüber reden und ab und zu nicht die einfache Methode wählen.

Diesbezüglich finde ich den Menschen als Spezies sehr faszinierend. Wie einfach wir einzufangen sind, egal ob gegen besseres Wissen, gegen den Willen…

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Gestern fiel mir auch nochmals der sehr hörenswerten Beitrag von Deutschlandradio Kultur breitbandHer mit neuen Dystopien!” ein.

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Und als ich gerade so tippte und überlegte welche Dystopien ich schon so gelesen habe, fiel mir auf, dass jene, welche ich auf Papier gedruckt in Händen hielt, mehr in meinem Gedächntnis verankert sind als die eBook-Varianten. Dabei habe ich durchaus sehr gute rein digitale Bücher gelesen. Irgendwie scheinen sie flüchtiger zu sein. Vielleicht brauche ich auch etwas ständig Sichtbares für die besonders bewegenden Werke. Vllt. in der Art der Leserin?

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Von der einen Vernetzung werde ich mich jetzt direkt in eine andere Vernetzung stürzen. Auf meinem To-Read-Stapel liegt “Erfindet euch neu! – Eine Liebeserklärung an die vernetzte Generation” von Michel Serres. Das Werk wurde von einer meiner Professorinnen mit sehr viel Leidenschaft empfohlen. Die Neugierde war geweckt und die Bibliothek meines Vertrauens hatte es sogar im Bestand.


23
Mrz 14

Symbolische Links in Windows 8.1 erstellen

Screenshot Windowsmenü DesktopSymbolische Links – was ich mit Windows XP noch über das seperat downzuloadende Windows Tool Junction lösen musste, geht inzwischen mit Bordmitteln in der Administrator-Konsole. Diese öffnet man z.B. über das Rechtsklickmenü (alternativ Win+X) des Windows-Buttons (“Eingabeaufforderung (Administrator)”)1.

Anschließend bewegt man sich2 in den Ordner, in dem der symbolische Link erstellt werden soll. Das Programm heißt in neueren Windows-Versionen mklink. Wie immer erhält man eine Kurzanleitung, gibt man nur dieses Wörtchen in die Konsole ein und bestätigt mit Enter.

Screenshot Eingabeaufforderung

Ist ganz praktisch, da man die richtige Reihenfolge dann direkt in der Eingabeaufforderung vor der Nase hat und abtippen kann. Für den Fall eines symbolischen Links auf einen Ordner, wäre dies dann z.B.:

mklink /D NameDesLinks C:\Pfad\zum\Originalordner

Kleiner Tipp nebenbei: Bei der Eingabe des Pfads zur Originaldatei bzw. dem Originalordner kann man die Autovervollständigung durch Drücken von Tab nutzen. ;) Dann macht Windows auch automatisch die notwendigen Anführungszeichen um den Pfad, sollte dieser Leerzeichen enthalten.

Wofür braucht man eigentlich symbolische Links?

Hier wofür ich symbolische Links nutze: Anders als bei der klassischen Verknüpfung springt der Explorer beim Anklicken visuell nicht zum Ort des Originalordners. Es wirkt so, als würde sich der Ordner am Ort des symbolischen Links befinden. Dies führt u.a. dazu, dass sich der symbolische Ordnerlink wie ein richtiger Ordner im Navigationsbaum verhält.

2014-03-23 3

Anders als ein nur verknüpfter Ordner wird er angezeigt und ist aufklappbar.


  1. Leider gibt es keine Administrator-Variante zu Win+R, die man nicht selbst zusammen basteln müsste. []
  2. Keine Ahnung wie? Ein Grundlagen-Tutorial hat z.B. Mobile (Duncan) erstellt: “Command Prompt Basics 1 – Introduction (Files & Directories)” []

19
Mrz 14

Die Theorie in die Praxis umgesetzt

Ach ja, die Sache mit der Sicherheit. Theoretisch hatte ich schon während der Schulzeit (Long time ago, so um die Jahrtausendwende) mal Phasen, in denen ich kurz davor war meine Mails etwas sicherer zu machen. Doch genauso wie während des Studiums scheiterte es dann an der Umsetzung. Die Bequemlichkeit und so… Spätestens letztes Jahr wäre dann eigentlich mal Zeit gewesen…

Erst die Ausführungen eines Bekannten haben mich endlich dazu inspiriert, die notwendigen Vorkehrungen auf meinem Rechner einzurichten. Heutzutage ist es schließlich kein großer Akt mehr. Ein Programm und ein Thunderbird-Addon installieren und den dazugehörigen Assistenten ausführen. Und gute Anleitungen, wie’s geht, gibt es zu Genüge. Ich selbst habe mich mal an Caschy gehalten.

Da die Tools auf dem Rechner zu installieren nur die halbe Miete ist, musste auch eine Lösung für den Androiden her. Hier war Geekyschmidts Artikel “GPG on your Android Phone” eine grobe Orientierungshilfe, nach der ich APG und K-9 Mail installierte. Das Schlüsselpaar, das ich schon zuvor auf dem Rechner erzeugt hatte, lud ich via USB-Kabel auf das Smartphone. Beim Importieren (in APG Menütaste: “Private Schlüssel verwalten” → Menütaste: “Schlüssel importieren“) in APG musste ich leider feststellen, dass ich keine Ahnung von der Dateistruktur hatte und auch kein installiertes hilfreiches App.

Spontan entschied ich mich für Total Commander, mit dem ich die Datei ausfindig machen konnte. Auf Anhieb funktionierte dies nicht. Zumindest bei meiner Konstellation (Android 4.1.2) produziert der Total Commander einen anderen Pfad als AGP erwartet. Um dies zu korrigieren, musste ich alles was vor “/storage/…” stand entfernen (! Im Screenshot fehlt der entsprechende Dateiname !). Anschließend akzeptierte AGP den Pfad reibungslos und importierte meine Schlüssel.

Screenshot_2014-03-19-20-46-22  Screenshot_2014-03-19-20-48-54

And die Einrichtung von K-9 Mail kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern oder es anhand von Anleitungen nachvollziehen. Ging das vielleicht sogar ad hoc? Je ne sais pas ^-^”

Übrigens, wer weg von Postkartenkommunikation im Netz möchte und lieber menschliche Hilfe bevorzugt, der kann z.B. auf eine CryptoParty gehen. Diese finden rund um den Globus und eben auch in diversen deutschen Städten statt. Natürlich auch in der Region Köln-Bonn :).


15
Mrz 14

Ein ♥ für die Bundesstadt

Schick, schick was Herr Förster da zusammengebaut hat: Einen Aggregatoren für die literarischen und anderweitig kreativen Ergüsse der Bonner Blogger (Die selfoss-Variante finde ich persönlich sogar noch einen Ticken übersichtlicher ^-^). Klasse! Da freut sich meine kleines Wahlbonnerinnen-Herz.

Projekt 52 - “Deine Stadt”

Jetzt müsste ich mir nur noch die Zeit nehmen, mir einen vernünftigen Feed für mein Lieblings-Stadtentwicklungs-”Gossip”-Forum, dem Köln/Bonner Bereich des Deutschen Architektur-Forums, zu basteln und ich bin quasi rundum glücklich mit den für mich relevanten Lokalnachrichten versorgt.

Für den, den’s interessiert: Mein persönlicher Bonn-Ordner im Feedreader befüttere ich neben einigen Bloggern mit ein paar der offiziellen RSS-Feed-Angebote der Stadt Bonn, den Pressemitteilungen der Polizei Bonn und dem Ortsgeschehen von Bonn Endenich (RSS etwas versteckt) .

Und meine Twitter-Listen Bonner Stimmengewusel und Bonn Kunst Kultur & mehr möchte ich natürlich auch nicht mehr missen. Für den richtigen Informationsfluss würde ich dann aber auf Sascha Försters Twitter-Liste Bonn verweisen, mit über 900 Tweeps ein noch gefüllterer Informationsfluss. ^-~